Bürgerberatung zu regenerativen Energien – für alle im Bergischen Städtedreieck0177 590 20 87

Schwerpunkte

An diesen fünf Themen arbeitet der Verein seit Jahrzehnten, von der Solarenergie bis zum Klimaschutz.

Solarprojekte

Erneuerbare Energien aus Photovoltaik haben große Bedeutung auf dem Weg zur Klimaneutralität. Fallende Preise für Solarmodule und reichlich vorhandene Dachflächen bieten gute Voraussetzungen.

Unsere erste Anlage ging 1994 am Bahnhof Wuppertal-Vohwinkel in Betrieb. Inzwischen sind viele 1000 PV-Anlagen auf den Dächern Wuppertals montiert und liefern grünen Strom.

Der weitere Ausbau solarer Energien ist ein Schwerpunkt unserer Vereinsaktivitäten. So werden unter anderem vielfach Informationen zur Errichtung und Betrieb von PV-Anlagen gegeben. Beispielhaft die Entwicklung der Anzahl der PV-Anlagen in Wuppertal Cronenberg.

Säulendiagramm der PV-Anlagen im Postleitzahlgebiet 42349 Wuppertal-Cronenberg von 1992 bis 2024: grüne Säulen für den jährlichen Zubau, orange Säulen für den aufsummierten Bestand, der bis 2024 auf 958 Anlagen steigt.

Für unsere Vereinsmitglieder und alle Bürger bietet unser Partner Bergische Bürger Energie Genossenschaft eG (bbeg) eine unkomplizierte Möglichkeit der Beteiligung.

5001.0001.500
19921995200020052010201520202025
neu im Jahraufsummiertexponentieller Trend

Quelle: 1992–2009: eigene Erfassung des Vereins · ab 2010: Marktstammdatenregister.de · 2026 nur bis zum 29. Juli erfasst. · Erhebung: Bergischer Klimaschutzverein Cronenberg e. V.

Alle Werte als Tabelle
PV-Anlagen in der Postleitzahl 42349: jährlicher Zubau und aufsummierter Bestand
JahrNeu im JahrAufsummiert
199211
199301
199401
199512
199646
199728
1998311
1999314
2000115
2001116
2002117
2003320
2004121
2005223
2006629
2007332
2008537
2009946
20101763
20112285
201219104
201317121
201415136
201514150
201616166
201715181
201815196
201927223
202073296
202185381
2022119500
2023346846
20243081.154
20252771.431
20261441.575

Wind

Die Windkraft leistet einen wichtigen und unverzichtbaren Beitrag im Strommix der erneuerbaren Energien.

Wir haben uns 2002 am ersten Projekt in Wuppertal, der Bürgerwindanlage Cronenberg, beteiligt.

Die politischen Rahmenbedingungen haben den Ausbau der Windenergie in Deutschland an die Wand gefahren. Der Ausbau ist 2019 eingebrochen und auf den niedrigsten Stand seit 20 Jahren gefallen. Seit 2019 steigt die jährlich neu installierte Leistung wieder an, wie nachfolgende Grafik zeigt, hat aber den Stand von 2014-2017 bei weitem noch nicht erreicht.

Säulendiagramm der jährlich installierten Windenergie-Leistung in Deutschland von 1992 bis 2023 in Megawatt, aufgeteilt in Onshore-Installationen und Offshore-Inbetriebnahmen, mit dem Höchstwert 2017 und dem Einbruch ab 2019.

Die Rahmenbedingungen für den weiteren Ausbau der Windkraft sind zu verbessern, um die gesteckten Klimaschutzziele zu erreichen.

Mobilität

Die Verkehrsleistungen nehmen ungebrochen zu. In Deutschland ist der Verkehrssektor zu über 20% am Gesamtausstoß der Treibhausgase beteiligt, Tendenz zunehmend. Die Ziele des Bundesklimaschutzgesetzes sind so nicht zu erreichen, die „Corona-Delle“ ist verpufft. Mehr (Konsum-)Güter auf der Straße, schwerere Pkws und nur wenige mit grünem Strom betankte E-Autos: Der Weg zur Klimaneutralität beim Verkehr ist ohne jede und jeden Einzelnen nicht zu bewältigen. Jeder Kurz- und Mittelstreckenflug ist für die Atmosphäre ungefähr zehnmal schädlicher als die Fahrt mit Reisebussen oder Zügen.

Auch die Elektromobilität wird kein Allheilmittel werden: Verschmutzung mit weiteren Schadstoffen, Feinstaub und Mikroplastik durch Reifenabrieb; Bodenversiegelung, Artensterben schreitet fort und das Auto bremst die Umgestaltungsmöglichkeiten unserer Städte und Straßenräume zu attraktiven Begegnungsräumen aus.

Die Mobilität der Zukunft sieht vielschichtig aus. Kluge Lösungen sind gefragt, vor allem annehmbare Alternativen zum persönlichen Pkw: Verkehr vermeiden, z.B. durch Homeoffice und digitale Lösungen statt Hin- und Herfahren, Verkehrsmittelalternativen klug nutzen und tendenziell weniger weit fahren.

Eine Alternative für immer mehr Menschen in Wuppertal, Deutschland und weltweit ist das Teilen von Autos mit anderen, bekannt als Carsharing. Der Klimaschutzverein hat 1992 Carsharing unter dem Namen stadtauto mit Standorten in Wuppertal, Solingen und Wülfrath eingeführt und 1998 in professionelle Hände der WSW Wuppertaler Stadtwerke übergeben. Bereits im Jahr 2000 wuchs unter dem Namen Carriba die Zahl der Autoteilenden auf über 1000. Viele von ihnen haben zum Beispiel auf den Zweitwagen im Haushalt verzichten können. Seit 2010 ist in Wuppertal die im In- und benachbartem Ausland tätige Carsharing-Organisation cambio mit Hauptsitz in Köln präsent. Im Tal werden inzwischen an über 30 Orten cambio-Fahrzeuge unterschiedlichster Art für kurze, aber auch längere Fahrten preisgünstig angeboten. Der „Re-Start“ im Stadtbezirk Cronenberg mit vier Fahrzeugen an zwei zentralen Standorten ist für 2025 fest vorgesehen.

Energieeinsparung

Seit den siebziger Jahren wird über Energieeinsparung und Energieeffizienz diskutiert. Bei der Energieeinsparung ergeben sich auch die größten Handlungspotenziale für den Verbraucher. In den meisten Fällen steht die Steigerung der Effizienz im Vordergrund, also die Menge erzielter Nutzenergie im Verhältnis zur eingesetzten Primärenergie, also Erhöhung des Wirkungsgrads.

Die größten Einsparpotentiale bieten die Gebäude und der Verkehr, Hier soll nun der Primärenergieverbrauch bis 2030 um 20-30% sinken. War man noch in den siebziger Jahren komfortabel mit 60 PS und einem Autogewicht von 800 kg unterwegs, so stiegen diese Werte auf nun 200 PS und 1800 kg. Somit wurde nicht nur die Effizienzsteigerung aufgefressen, sondern im Gegenteil stieg der Energieeinsatz. Zwar ist in Gebäuden die Effizienz in den letzten Jahren stetig verbessert worden, doch durch ein Mehr an Verbrauchsgeräten, höherem Wohnraumbedarf und gestiegenem Freizeitverhalten wird die erzielte Einsparung aufgefressen.

Aktuell wird dazu übergegangen, den Verbrauch mit dem CO2 Fußabdruck zu bemessen, um höhere Verbräuche in allen Lebensbereichen zu beziffern und zu vergleichen. Sie können hier beim Umweltbundesamt Ihren persönlichen CO2-Fußabdruck bestimmen.

Hilfreich ist außerdem Reparieren statt Neukauf, Glas-Mehrwergflaschen statt Plastik-Einwegflaschen und natürlich Stromsparen. Tipps zum Stromsparen gibt die Verbraucherzentrale NRW und Hinweise zur Energieeinsparung bei Gebäuden finden Sie beispielsweise bei der Energieagentur NRW

Bei Kraftfahrzeugen gibt es verschiedene Motivationen zu Energieeinsparung:

  • geringere Betriebskosten – ein sparsames Fahrzeug besitzt eine höhere Reichweite und einen kleineren Tank und somit wird die bewegte Masse verringert,
  • eine Tempoverringerung spart den Geldbeutel und die Umweltbelastung
  • das Auto auch mal stehen lassen, ermöglicht ein neues Freizeitverhalten und dient der Gesundheit.

Weitere Energieeinsparmöglichkeiten :

Bei einer Studie in Großbritannien wurden die „Top Ten“ Energiesparsünden im britischen Haushalten herausgefunden:

  • 71% lassen Elektrogeräte im Standby-Modus laufen,
  • 67% kochen mehr Teewasser, als sie benötigen,
  • 65% lassen ungenutzte Ladegeräte in der Steckdose,
  • 63% lassen Licht in leeren Räumen brennen,
  • 48% nehmen auch für kurze Wege das Auto;
  • 44% waschen die Wäsche zu heiß;
  • 32% lassen den Motor im stehenden Auto laufen,
  • 32% benutzen Wäschetrockner statt Wäscheleinen,
  • 28% heizen das leere Haus,
  • 22% drehen lieber die Heizung auf, anstatt einen Pullover anzuziehen

Klimaschutz

Die zentrale Frage ist: Hat der Mensch Einfluss auf das Klima? Es soll Menschen geben, die glauben, die Erde sei eine Scheibe. Bei der Frage nach dem menschlichen Einfluss auf den Klimawandel ist die wissenschaftliche Erkenntnislage eindeutig. Seit Beginn der Frühindustrialisierung ist der Gehalt an klimaschädlichen Gasen in der Atmosphäre dramatisch angestiegen.

Bedingt durch seine hohe atmosphärische Konzentration ist Kohlendioxid nach Wasserdampf das wichtigste Klimagas. Die globale Konzentration von Kohlendioxid ist seit Beginn der Industrialisierung um gut 50 % gestiegen. Demgegenüber war die Kohlendioxid-Konzentration in den vorangegangenen 10.000 Jahren annähernd konstant. Konzentrationen weiterer Treibhausgase tragen ebenfalls zum Klimawandel bei (Quelle UBA).

Liniendiagramm der Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre als Monatsmittelwerte von 1957 bis 2023 für die Messstationen Schauinsland, Mauna Loa, Zugspitze und den Welttrend der WMO: Anstieg von rund 315 auf über 420 Mikromol pro Mol.

Grafik: Anstieg der CO2-Konzentration der letzten 65 Jahre

Wir wollen dazu beitragen, dass sich die Folgen für die Menschheit nicht zu katastrophalen Zuständen entwickelt.

Mehr zum Klimaschutz in Wuppertal finden Sie hier.

Und eine Zusammenstellung von nützlichen Links zum Klimaschutz stellt das Wuppertal-Institut hier als PDF zur Verfügung.