Bürgerberatung zu regenerativen Energien – für alle im Bergischen Städtedreieck0177 590 20 87

Projektarchiv

Solaranlage Gesamtschule Else Lasker-Schüler

Acht Schülerinnen und Schüler stehen auf dem Schuldach zwischen zwei Reihen aufgeständerter Solarmodule
Foto: Bergischer Klimaschutzverein Cronenberg e. V. (alte Website)

Im Foyer der Schule zeigt ein Mann auf die Anzeigetafel mit den aktuellen Werten der Solaranlage

Projektbeschreibung

Sonnige Else Fotovoltaikanlage der Städtischen Gesamtschule Else Lasker-Schüler

Am 7. Dezember 2004 wurde die Solaranlage einschließlich der aktuell fertiggestellten Anzeigetafel der Öffentlichkeit übergeben. Sie ist jetzt zu besichtigen in der Else-Lasker-Schüler-Gesamtschule, Else-Lasker-Schülerstaße 30, Wuppertal-Elberfeld.

Fünf Beteiligte stehen bei der Übergabe der Solaranlage vor der Anzeigetafel im Schulfoyer

Was lange währt, wird endlich gut! Geschafft, wir haben unsere neue Solaranlage, eine Fotovoltaikanlage. Mit ihr wird die eingestrahlte Sonnenenergie in elektrische Energie umgewandelt. Sie ist ein Gemeinschaftswerk der Städtischen Gesamtschule Else Lasker-Schüler und des Wuppertaler Klimaschutzvereins regen e. V., der die Anlage finanziert hat und sie auch betreiben wird. Dank der Wuppertaler Stadtwerke können nun auch die aktuellen Daten der Solaranlage im Foyer der Schule angezeigt werden. Eine im Foyer der Schule installierte Anzeigetafel wird täglich von 1200 Schülern, Lehrern und Besuchern passiert. Die aktuellen elektrischen Leistungswerte (Watt) und das Anwachsen der ins Netz eingespeisten Energie (Kilowattstunden) kann jeden Tag beobachtet werden.

Schülerinnen, Schüler und Helfer richten auf dem Schuldach die Aluminiumgestelle für die Solarmodule aus

Direkt nach den Osterferien 2003 ging es los. Gamal Makhloufi (12), Dominik Martilotti (12), Gesa Brüssermann, Vera Lewandowsky, Sven Henke, Luisa Tasche, Berkan Genc, Alper Agtas, Hatice Acar, Dahud Faroun (alle 10f), allesamt Schüler aus verschiedenen Physik-Kursen, schleppten 18 mehr als 2 m² große Solarmodule und bis zu 6 m lange Alu-Profile auf das Else-Dach.

Zwei Schüler sägen auf dem Schuldach unter Anleitung ein Aluminiumprofil auf einem Sägebock zu

Hier mussten unter fachkundiger Anleitung von Solar-Ingenieur Wolfram Jörges von der Wuppertaler Solarwerkstatt die Alu-Profile zu großen Gestellen zusammengebaut werden, was einiges an Bohren, Sägen und Schrauben notwendig machte. Hierbei zeigten die Mädchen, dass sie auch bei diesen Arbeiten gut mit den Jungs mithalten können. Leider spielte das Wetter nicht immer so ganz mit, so dass von den Akteuren auch eine gewisse „Regen- und Windfestigkeit“ gefordert wurde. Außerdem scheuten sich die Schüler auch nicht, auf dem Boden knieend und liegend zu arbeiten, was sie ja (im Physik-Unterricht) normalerweise nicht tun.

Als Verstärkung kamen nach einigen Tagen noch Dennis Addamo, Cengiz Colak und Marius Pich (10c) dazu. Innerhalb von etwa einer Woche war das Werk vollbracht, die ca. 40 m² große Anlage montiert. Jetzt musste Ing. Jörges nur noch den Wechselrichter, der den erzeugten Gleich- in Wechselstrom verwandelt, montieren und die elektrischen Anschlüsse vorbereiten.

Besten Dank an alle Helfer/innen!

Einige Daten der Fotovoltaikanlage:

  • Leistung: max. 3 kW

  • Module: 18 Stück polykristalline Solarmodule a 170 Watt (Modul alfasolar 170 P)

  • Fläche: ca. 40 m²

  • Erwartete Energie: ca. 2250 kWh pro Jahr

  • Kosten: ca. 21.500 Euro

  • Zuschüsse: 1.500 Euro von der Wuppertaler Stadtwerke AG, vom Land NRW 3.600 Euro aus dem REN-Programm

  • Finanzierung: 20 % durch Zuschüsse, 80 % über Kredite aus dem 100.000-Dächer-Programm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)

Heribert Haman, Städtische Gesamtschule Else Lasker-Schüler Wuppertal-Elberfeld

Kristian Bisek, Klimaschutzverein regen e.V.

Wolfram Jörges, Solarwerkstatt Wuppertal

Wuppertal, 2003/2004